Einskommafünf zum letzten

Klimaziel verfehlt? Ach. Ganz frisch aus dem Radio, weil grüner Wasserstoff (har har) nun die neuste Sau ist, die jeder sehen muss, habe ich folgende Information: Die Produktion einer (1) Tonne Stahl lässt so viel CO2 frei wie ein Durchschnitts-Auto, das ein (1) Jahr unterwegs ist. Erster Doofguck. In Deutschland produzieren wir jährlich 27 Millionen Tonnen Stahl. Zweiter Doofguck. Und das nur in Deutschland.

2011 wurde der E10-Kraftstoff eingeführt (aussernet1), damit die deutschen Dreckschweine-Autos rechnerisch 0,8% sauberer werden. Wer sich darüber informieren und noch mehr Kopf schütteln will, kann ja mal den WP-Artikel dazu lesen. Außerdem soll ich meine sehr gut funktionierende Heizung rausschmeissen (deren CO2-Fussabdruck nunmal vorhanden ist) und eine neue Heizung einbauen, deren Produktion, Transport etc. schon vor Inbetriebnahme einen fetten CO2-Fuss hat und garantiert nicht so lange hält wie meine bisherige? Wenn ich da so drüber nachdenke – was ich leider nicht verhindern kann – dann kriegt mein Tinitus noch ein Extrapfeifen.
Wir erinnern uns noch, was BK Scholz auf dem China-Gipfel (aussernet2) im Juni 2023 sagte? „…jede Tonne eingespartes CO2 wird unsere Klima-Bilanz verbessern“. Tolle Erkenntnis, die ohne folgende Taten leider nur eins bleibt: Gelaber. Damit kann man vielleicht seinen Arsch retten, aber nicht die Welt. Schon eine Woche vorher schrieb ich hier (aussernet3) meine Meinung – die ich (noch) nicht als Forderungen formulierte – über ein mögliches „Wie“. Kurzer Auszug:Es darf nicht darum gehen, mehr „nachhaltige“ Energie zu produzieren, sondern weniger von allem zu verbrauchen!“

Falls ihr gerade nicht mehr wisst, was nun das eigentliche Problem ist: Bereits 2019 (aussernet4) versuchte ich ein Gleichnis zur Erklärung:
„Stellt euch mal vor, ihr seid das Klima. Und ihr habt einen Rucksack, in dem 28 Kg Steine gepackt sind. Ganz schön schwer, oder? Nun kommen nach und nach mehr Steine in diesen Rucksack, es sind jetzt 42 Kg, und ihr fangt an zu schwitzen. Kann man ja verstehen. Da kommt die geniale Idee: Damit ihr nicht mehr schwitzt, packt man euch zwar immer noch weitere Steine in den Rucksack, aber nicht mehr so viele! Ist das nicht prima?“

Robert Habeck macht sogar ein Modewort daraus: Dekarbonisierung! Und fühlt sich bestimmt irre cool, wenn er mal wieder rhetorisch einen raushaut. Ob er sich selbst schon gestanden hat, dass er im Herzen kein Grüner mehr ist, weil er für seine Karriere seine innere Überzeugung verraten hat? Tja, politische Kompromisse sind bei diesem Thema immer scheisse, lieber Robert!
Im Dezember 23, ein halbes Jahr nach Scholz seiner chinesischen Tonnen-Erkenntnis schrieb ich (aussernet5) vermutlich weitestgehend ungehört: „Wann hören wir endlich auf, uns selbst so zu belügen? Der eine Teil hat kein Bock „auf son Scheiss“, der andere Teil „tut sein Bestes“ (siehe oben) und ein gewisser Teil weiß, dass es eh alles zu spät ist“
In diesem Zusammenhang möchte ich gern an meine politische Prophezeiung von 2021 erinnern, die zumindest halbwegs schon zutraf: aussernet6
Dabei war es für mich in 12/19 schon das letzte mal (aussernet7), dass ich einen Artikel zu dem Thema Klima und CO2 geschrieben haben wollte. Deswegen sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass CO2 für mich schon mindestens 2011 ein Thema war: aussernet8

Fazit:
Da mich dieses Thema ganz offenbar nicht kalt lässt sondern im Gegenteil eher besonders beschäftigt, werde ich nun handeln. Ich habe auch schon eine konkrete Idee mit noch recht schwammigen Details. Ihr werdet davon erfahren. Vermutlich hier, auf Aussernet.

Merkt euch: Wo die Bequemlichkeit endet, endet der Einsatz des Menschen für seine Umwelt. Oder gibt es noch ein anderes Problem (aussernet9)?

 

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