Im Leben eines Mastodons

Wie ich schon erwähnte, habe ich nicht erst seit dem Twitter-Musk-Gehampel einen Mastodon-Account, sondern schon einige Zeit länger. Es werden über ein WordPress-Plugin (Mastodon Autopost) auch fast jeder meiner neuen Beiträge dort erwähnt. Dieser hier nicht.

Darüber hinaus werde ich irgendwie nicht richtig warm mit diesem Dienst. Und damit meine ich nicht Mastodon im Besonderen sondern „solche“ Microblogging-Services im Allgemeinen. Schon vor über 10 Jahren (Klick) verabschiedete ich mich von Twitter, verdammt lang her. Und beim erneuten Lesen meines damaligen Beitrages stelle ich fest: Ich brauche diesen hier eigentlich gar nicht schreiben, da steht schon alles. Ich tue es aber trotzdem, es gibt Neuigkeiten.
Es fängt damit an, dass ich gar nicht den Drang habe, regelmässig oder auch nur öfter mal reinzuschauen, was da so los ist. Meist vergesse ich es gleich wieder, wenn ich es mir vornehme. Ab und zu schaue ich dann doch nach, mehr aus schlechtem Gewissen. Denn weil meine Blog-Beiträge dort erscheinen, muss ich auch mal mit einer Antwort, einer Reaktion rechnen. Und das kommt durchaus! So wie neulich bei meinem Snowden-Artikel, da kam ein interessantes, hilfreiches Feedback. Aber sonst? Was soll ich noch da? Neuigkeiten, Nachrichten erfahre ich aus dem Radio. Was ich bei M. finde, sind allenfalls Meinungen von anderen oder Hinweise auf deren gerade verrichtete Tätigkeiten, Erfolge oder Problemchen. Gähn. Nicht, dass das alles pauschal unwichtig ist, aber: Die meisten sind’s, es ist nur Gelaber. Vergleichen kann man das am besten mit früher in der Kneipe: Da lungerte man rum und schnackte schlau. Meist gab es einen, der lauter sprach als die anderen und jedem die Wahrheit aka seine eigene Meinung aufdrückte. Nur damals nannte man die nicht Influencer. Und Welt-Politik wurde da auch gemacht. Heute geschieht das alles eben online und Dank des Fortschritts ist jeder gleich laut. Helfen tut es aber nicht. Henning hat einen Teil dessen auch schon sehr treffend dargestellt in seinem Artikel über den Donner der Empörung. Er hat Social Media ziemlich satt (aber wohl noch nicht so sehr, dass er seine Social-Sharing-Buttons deaktivieren würde).

Ja, es kann auch mal informativ sein, aber Hinweise auf interessante Zeitungsartikel (so wie dieses Kommentar bei der taz) finde ich auch wo anders. Das ist ähnlich wie bei Themenrunden in den Medien, wo sich die Bürger beteiligen können: Das ist alles sehr interessant, aber effektiver und besser wäre es ohne das Gesülze der sich beteiligenden Bürger, z.B. die Redezeit bei NDR Info. Also, mein erneutes Fazit: Ich nutze das nicht mehr. Netterweise gibt es bei Mastodon eine Option, (s)einen Account als Bot zu markieren:

Denn da bin ich ähnlich inkonsequent wie Henning 😉 Ich habe aber auch noch zwei gute Argumente: Es gibt dort immerhin 18 Follower und unsere Segel-Beiträge von Schlickspur.de erscheinen dort auch, ich bin und bleibe doch der grübelnde Segler…. und halbweise!

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